Fuerstenwalder_Tor_1

Fürstenwalder Tor mit Weichturm 1900 ließ der Hofbuchdruckermeister Weniger das Haus Bahnhofstraße 34, Ecke Mauerstraße erbauen. 1902 beantragt er wegen Lichtmangels in seiner Werkstatt, 32 m Stadtmauer vor seinem Haus abreißen zu lassen. Wahrscheinlich ist in diesem Zusammenhang der Weichturm als Abschluss der Mauer rekonstruiert worden. Der außerordentlich gute Zustand lässt auf einen Bau Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts schließen. Das Fürstenwalder Tor Im Grund- und Lagerbuch Beeskow 1744 wird ein 1794 massiv erbautes Torhaus erwähnt. Unten soll sich eine Wachstube und eine weitere Stube und oben eine Montierungskammer und ein "Bürgergehorsam" für "unartige Bürger" befunden haben. Dieses Gebäude wurde 1967 abgerissen. Vom ersten Torbau ist nichts mehr überliefert. Fest steht aber, dass das Tor in den Jahren des "Neubaus" nach 1722 im Stil des Barock umgestaltet wurde. 1834 wurde der Turm auf der Stadtseite endgültig abgerissen. Die Mauer der Feldseite ließ man stehen, um wegen längst überholter militärischer Erwägungen keine Lücke in der Stadtmauer entstehen zu lassen.